RE:Aemilius 11

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 544
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11) Αἰμίλιος liest Brunn (Gesch. d. griech. Kstl. II 570) den Namen eines Gemmenschneiders oder Besitzers auf einem Cameo unbekannten Aufbewahrungsortes mit dem Bilde eines Greifen und der im Anfang beschädigten Inschrift ΜΙΛΙΟϹ. Eine in Paris befindliche Copie desselben Steines mit der Inschrift ΜΙΔΙΟΥ (Bracci Memorie I tav. d’agg. 25. Chabouillet Catalogue des camées et pierres gravées à la bibl. imp. Nr. 16) hatte zur Annahme eines Steinschneiders Midias Veranlassung gegeben.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 17
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11) (Zu S. 544, 61): Durch neuere Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass der Pariser Cameo (verbrannter Sardonyx) das Original ist und Brunns Annahme eines verschollenen Steines nur auf einem in der Inschrift interpolierten Abdrucke von Cades beruht. Wie der Name zu ergänzen ist, bleibt unsicher, doch sind vor μιδιου mindestens vier Buchstaben verloren gegangen. Stil und Buchstabenform weisen den Stein noch der hellenistischen Zeit zu, Babelon Catalogue des camées de la Bibl. Nat. 90 Taf. XVIII 182. Furtwängler Antike Gemmen III 358, Taf. XLVII 4. Gegen des letzteren Ansetzung in augusteische Zeit spricht die Lebendigkeit und Frische der Ausführung, welche von der glatten, akademischen Manier der Lithoglyphen unter Augustus beträchtlich abweicht. Wegen der Grösse und offenen Anbringung der Buchstaben könnte übrigens die auf diesem Steine genannte Persönlichkeit auch sein Besitzer sein.