RE:Aemilius 67

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 552
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67) M. Aemilius Lepidus bewarb sich vergeblich für 538 = 216 um das Consulat (Liv. XXIII 35, 1); Praetor im J. 541 = 213 (XXIV 43, 6); der Senat beschloss M. Aemilius praetor, cuius peregrina sors erat, iuris dictione M. Atilio collegae praetori urbano mandata Luceriam provinciam haberet (ibd. 44, 2); in locum M.’ Aemilii Numidae decemviri sacrorum M. Aemilius Lepidus suffectus (XXVI 23, 7). Er ist wahrscheinlich der M. Aemilius, Praetor Siciliae im J. 536 = 218 Liv. XXI 49, 6. 51, 7. Der Praetor vom J. 536 und der Praetor urbanus M. Aemilius von 537 Liv. XXII 9, 11. 33, 8 können unter sich nicht identisch sein, da Wiederwahl zu demselben Amt ohne Zwischenzeit damals bereits untersagt war (Liv. VII 42) und die Aufhebung der Wahlbeschränkungen erst nach der Schlacht am Trasimenus erfolgte (Liv. XXVII 6, 7). Ebensowenig konnte dieser M. Aemilius als Praetor urbanus sich ums Consulat bewerben, da Intervallierung der curulischen Ämter damals bereits vorgeschrieben war, dagegen der Praetor von 536 sehr wohl, weil damals der Zwischenraum eines Jahres genügte (Mommsen St.-R. I³ 526). Die wiederholte Bekleidung der Praetur 536 und 541 ohne Einhaltung des sonst damals schon vorgeschriebenen Zwischenraums von 10 Jahren erklärt sich aus dem erwähnten Plebiscitum vom J. 537. Dieses geht zwar in der bei Livius vorliegenden Fassung nur auf die Wiederwahl der Consuln, dass es aber überhaupt sich auf Aufhebung der Beschränkungen in weiterem Umfang bezogen haben muss, zeigen die Fasten während des hannibalischen Krieges, z. B. M. Pomponius Matho Praetor 537. 538, Q. Fulvius Flaccus Praetor 539. 540.