RE:Aes 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 680681
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Aes. 1) Häufig im Sinne von stipendium verwendet, was mit der führenden Stellung im Zusammenhange steht, die dem Kupfer (s. d.) im Geldwesen der älteren Zeit des römischen Freistaates zukam; daher die t. t. aes militare, equestre, hordiarium; vgl. das von Nonius p. 532 angeführte Fragment aus Varro de vita pop. Rom. lib. II cui (stipendium) datum non sit propter ignominiam, aere dirutus esset. Da das stipendium bis auf Caesar in einem Termine als Jahresrate dem Soldaten gezahlt wurde und das Wort stipendium daher metonymisch das zurückgelegte Dienstjahr bezeichnen konnte, wurde es möglich, auch aes in der Bedeutung von Militärdienstjahr zu verwenden, so schon in der Lex Acilia repetundarum vom J. 123/2 v. Chr., Z. 84 aera stipendiaque omnia eis merita sunto (vgl. das Gemeindestatut der Colonie Iulia Genetiva c. 66 aeraque militaria ei omnia merita sunto) und weit häufiger in den Grabschriften von Soldaten, hauptsächlich in Spanien (CIL II 2425 an. XLV aer. XIIX. 2545. 2583. 2984. 4157. [681] 5265 ann. XXX aerorum XIII) oder bei Soldaten spanischer Abkunft (CIL V 932 aus Italica. VII 184 wo Ispani Galeria Clunia gelesen werden muss), dann bei Soldaten aus der Narbonensis (Brambach CIRh 118. 946. 1212), seltener sonst (z. B. CIL VII 185 aus Savaria). Ruggiero Diz. epigr. I 314.