RE:Aidos

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 942
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Aidos (Αἰδώς, Αἰδώ), Personification der Schamhaftigkeit, genoss einen Kult auf der Akropolis zu Athen (Paus. I 17, 1; vgl. Eurip. fr. 439; Iph. A. 821. CIA III 367) und in Lakonien (Paus. III 20, 10f. vgl. Xen. symp. VIII 35). Man stellte sie sich in verschiedener Weise vor, als Beisitzerin des Zeus (Soph. OC 1267ff., vgl. Hesiod op. 197ff.); als Amme der Athena (Bekk. Anecd. I 355, 14ff. Suid. s. Αἰδώ. Eustath. Il. XXII 451 p. 1279, 39ff.); als Mutter der Sophrosyne (Grabschrift vom Dipylon, Kaibel Epigr. 34); als Hore (Kaibel Epigr. 1110); Artemis scheint als A. bezeichnet auf einer rf. Amphora im Louvre, Gerhard Auserl. Vasenb. I 22 (vgl. jedoch O. Jahn Arch. Aufs. 130).