RE:Akanthis

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 11461147
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Akanthis (Akanthyllis). Boios bei Anton. Lib. 7 erzählt: Autonoos und Hippodameia hatten vier Söhne, Erodios, Anthos, Schoineus, Akanthos, und eine Tochter Akanthis (Kosename Akanthyllis). Letztere Kinder hatte der Vater so genannt, weil seine Felder nur Binsen (σχοίνους) und Dornen (ἀκάνθας) trugen, den ältesten Erodios, ἐπεὶ Αὐτόνοος ἠρώησεν τὸν χῶρον (so zu schreiben). Sein Weib und seine Kinder hüteten seine zahlreichen Stuten; diese eines Tages durch Anthos wild gemacht, zerfleischten den Jüngling. Da trauerten die übrigen um den Getöteten, bis Zeus und Apollon aus Mitleid alle in Vögel verwandelten; den Autonoos in eine Rohrdommel, [1147] die Hippodameia in eine Haubenlerche, den Erodios, Anthos (vgl. Plin. n. h. X 116), Schoineus, Akanthos und die A. in Vogel gleichen Namens. Oder de Antonino Liberali (Diss. Bonn 1886) 9.