RE:Akoition

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 44
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Akoition (τὸ Ἀκοίτιον, das hiesse wohl im prosaischen Sprachgebrauch: ein Eiland, das keine Lagerstätte bietet). So wird Stadiasm. m. m. § 343 ein Inselchen bezeichnet, das § 342 Κοίτη genannt worden ist. Es hat einen Hafen und Wasser, liegt nördlich von Kreta, 170 Stadien vom Diktynnaion, 60 Stadien von Kydonia (jetzt Χανιά) auf Kreta. Bemerkenswert ist, dass Steph. Byz. als der Stadt Kydonia vorgelagert ein Eiland Ἄκυτος (Ethnikon Ἀκυτιος) nennt. Bei Plin. n. h. IV 61 jedoch sind zwei Eilande gegenüber Kydonia Budroe (var. Budrae, Budroae, Budorae [dies scheint die richtige Lesart: Βούδοραι = Rindshäute, Ochsenschläuche zu sein], Buditiae) genannt. Vor Kydonia liegen in der That ausser einigen Klippen zunächst fünf winzige Inselchen (Kotsowillis Νέος Λιμενοδείκτης² Taf. 138), alle nicht viel mehr als ein Stadion nördlich von der sehr schmalen Landzunge, die die Hafenbucht von Χανιά gegen die Nordwinde schützt, fast alle von länglicher, quer zu den Breitengraden, gelagerter Gestalt, dann in einer Entfernung von 11, 1 km. = ca. 60 Stadien das Inselchen Ἅγιος Θεόδωρος oder Ἁγίου Θεοδωρου mit einem Hafen und Wasser. Dieses ist also Κοίτη oder Α., oder Ἄκυτος. Dagegen scheinen die kleineren näher bei Kydonia gelegenen, die, von einiger Ferne gesehen, im Wasser liegenden Rindsschläuchen, gleichen, die Βούδοραι zu sein.