RE:Amantia 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 17241725
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2) Eine zu Epirus nova gerechnete Stadt, m. p. XXX südlich von Apollonia auf dem Wege nach Hadrianopolis (jetzt Libóchowo am Flusse Dhrynópoli), Tab. Peut. (wo Amatria verschrieben). Ptolem. III 12, 19. Cic. Phil. XII 26. Caes. b. civ. III 40, südlich von der Colonie Bullis und nahe den Keraunien; nach Leake das heutige Nivica an der Quelle der Sušica, welche von Süden her der Viósa zufliesst, was sich mit jener Distanzangabe schwer vereinigen lässt. Sie besass einen Hafen gleichen Namens im Innersten des Golfes von Aulon (Valona), nahe an Orikon (Skylax 26. Ptolem. III 12, 4), d. i. porto Raguseo der älteren Karten; der Bach Kelydnos ist wohl [1725] der Polyanthes des Lykophr. 1043ff. Die Einwohner hiessen Amantes (Et. M. Plin. III 145 barbari; Münzen Ἀμάντων Eckhel DN II 152), Amantoi (Hesych.), Amantieis (Steph. Byz.), Amantini (Plin. IV 35 liberi), Amantiani (Caes. b. civ. III 12) und hielten sich für Nachkommen der homerischen Abantes von Euboia, welche sich nach Troias Zerstörung unter Elephenor in Thesprotia angesiedelt haben sollen (Et. M. p. 76, 54. Steph. Byz. s. Ἀμαντία, Ἀβαντίς. Apoll. Rhod. II 1214. Paus. V 22, 3); daher heisst ihr Stadtgebiet nicht blos Amantine und Amantinike (Steph. Byz.), sondern auch Abantia und Abantis (Weihinschrift der Apolloniaten an Olympias, Paus. V 22, 3); vgl. jedoch die illyrischen Amantini. Zum letztenmal wird die Stadt, deren Bischof am Concil von Serdica 347 teilnahm, von Hierokles p. 653, 6. Procop. de aedif. p. 278, 45 erwähnt.