RE:Amykos 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 20002001
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2) Sohn des Poseidon und der Bithynis (Apollod. I 9, 20, 1. Schol. Plat. Leg. VII 796 A) oder der Pelia (Schol. Plat. a. a. O.) oder der bithynischen Nymphe Melie (Apoll. Rh. II 4), König der Bebryker, verwehrte allen Fremden zu landen und Wasser einzunehmen, bevor sie sich mit ihm im Faustkampf gemessen hätten. Seinen Zusammenstoss mit den Argonauten erzählt ausführlich Apoll. Rh. II 1ff.; vgl. Theokr. XXII 27ff. Apollod. I 9, 20, 1f. Val. Flacc. IV 99ff. Hyg. fab. 17. Polydeukes tritt als Vorkämpfer der Argonauten auf und besiegt den Unhold; A. wird gefesselt (Epicharm und Peisandros Schol. Apoll. Rh. II 98), oder er muss schwören, künftig alle Fremden zur Quelle heranzulassen (Theokr. XXII 131ff.), oder er wird getötet (Apollod. Apoll. Rh. Hyg. aa. OO. Orph. Arg. 663. Opp. Kyneg. I 363). Ein Satyrspiel A. dichtete Sophokles (FTG² 154). A.s Bruder Mygdon von Herakles getötet (Apollod. II 5, 9, 6); A. erfindet den Gebrauch der Riemen beim Faustkampf (Plat. Leg. VII 796 A mit Schol.); auf seinem Grabe wächst ein Lorbeerbaum, wer davon einen Zweig abpflückt, bricht in Schmähungen aus (Schol. Apoll. Rh. II 159. Plin. n. h. XVI 239); dort auch ein Heroon des A., und der Ort selbst heisst A. (Schol. Apoll. Rh. II 159) oder portus Amyci (Plin. n. h. V 150. XVI 239).

Darstellungen (Zusammenstellung Wiener Vorlegebl. 1889 XII): rf. Hydria im Cabinet des Médailles, Gerhard Auserl. Vasenb. 153f. Cisten: ficoronische im Mus. Kircheriano zu Rom (Helbig Führer II 388, abg. Gerhard Etr. Sp. I [2001] 2 u. s.); Berlin (Friederichs Berl. ant. Bildw. II 541); Ann. d. Inst. 1866, 181 nr. 62. Etr. Spiegel: Gerhard Etr. Sp. 171; Gerhard-Körte Etr. Sp. V 90 (hiermit wohl der Spiegel Tyskiewicz, Bull. d. Inst. 1869, 14 identisch). 91, 2; missverständlich beigeschriebene Inschrift Amuce auf etr. Sp. bespricht Helbig Bull. d. Inst. 1874, 260. Relief einer etr. Aschenkiste in Perugia, Körte I rilievi d. urne etr. II 36a.