RE:Amyrtaios 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2012
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3) Ägypter, der an dem Aufstande des Inaros (s. d.) sich beteiligte (von Ktesias bei Phot. biblioth. 40 a ohne Nennung des Namens erwähnt; vgl. Fr. Ley Fata et conditio Aegypti sub imperio Persarum 52, 16) und nach dessen Gefangennahme in den ‚Sumpfgebieten‘ (des Delta) mit Hülfe der dortigen Bevölkerung und durch Gunst der unwegsamen Beschaffenheit der Niederungen sich als ein von den Persern unabhängiger Fürst behauptete. Ihm schickte 450 v. Chr. Kimon 60 Schiffe von der Flotte, die damals nach Kypros abging, zur Unterstützung, die aber auf die Nachricht von Kimons Tode bald wieder nach Athen zurückkehrten (Thukyd. I 110, 2. 112, 4. Plut. Cim. 18). Herodot (III 15) nennt A. als einen der Widersacher, welche den Persern am meisten Schaden zugefügt haben; nach ihm (II 140) hauste A. auf einer Insel (s. Elbo). Sein Sohn hiess Pausiris (s. d.). Eine Verwechselung mit diesem A. hat vielleicht Ktesias veranlasst, den König Ägyptens, der von Kambyses besiegt und gefangen genommen wurde, Amyrtaios (s. o. Nr. 2) zu nennen, A. v. Gutschmid Kl. Schr. I 129. Unger Manetho 290.