RE:Apollodoros 76a
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |
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| [---]DOROS, rotfiguriger Vasenmaler (?) | |
| Band S I (1903) Sp. 108–110 | |
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Zitierempfehlung Carl Robert: Apollodoros 76a. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band S I (1903), Sp. 108–110, digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Apollodoros_76a | |
76a) Zu Apollodoros ergänzt Hartwig Meisterschal. 628ff. die verstümmelte Künstlerinschrift auf dem Fragment einer rf. Schale in Castle Ashby .... ΔΟΡΟΣ ΕΓΡΑΦΣΕΝ, für die Klein Meistersign.² 218f. zweifelnd die Ergänzung ΘΕΟΔΟΡΟΣ ΕΓΡΑΦΣΕΝ vorgeschlagen hatte. Der spärliche Rest der Darstellung [109] - das Oberteil eines Kriegers oder einer Athena – erinnert, wie Hartwig richtig bemerkt, an die spätere Manier des Duris. Hartwig a. O. Taf. 69, 1. Die Ergänzung des Namens basiert auf dem Vergleich einer fragmentierten Schale des Louvre (Hartwig a. O. Taf. 69, 2), die zwar gleichfalls an die Manier des Duris erinnert, mit jenem Fragment aber keine besonders augenfällige Verwandtschaft zeigt, was mit der Dürftigkeit des Erhaltenen einigermassen entschuldigt werden kann. Auf der Pariser Schale, die die Darstellung eines Symposions enthält, steht neben einem der Zecher der Name Ἀπoλλόδ[ωρoς]. Hartwig sieht hierin den Anfang der Künstlersignatur, spricht die Schale demselben Meister zu wie das Fragment in Castle Ashby, und sucht durch stilistische Vergleichung demselben Maler noch weitere Vasen zuzuweisen. Indessen steht die Beischrift Ἀπoλλόδωρoς genau an derselben Stelle wie auf der anderen Seite der Vase neben einem in Haltung und Bewegung sehr ähnlichen Zecher die Beischrift [110] E]ὐρυπτόλεμo[ς. Man ist daher durch den Augenschein so gut wie gezwungen, auch A. nicht für den Namen des Malers, sondern für den des Zechers zu halten, zumal derselbe Name als Lieblingsinschrift auch auf einem rf. Vasenfragment in Adria wiederkehrt (Schöne Museo Bocchi tav. 12, 14. Klein Lieblingsinschr. S. 56), was übrigens Hartwig selbst hervorhebt. Der Zuteilung der Pariser Schale und des Fragments in Castle Ashby an denselben Meister ist damit die Stütze entzogen und die Ergänzung der Künstlerinschrift auf jenem Fragment bleibt nach wie vor ungewiss.
Nachträge und Berichtigungen
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |
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| Band R (1980) Sp. 35 | |
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Anmerkungen (Wikisource)
Doppellemma, s. auch Apollodoros 76b.