RE:Araegenua

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 373
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Araegenua (Araegenue Tab. Peut.), Stadt der Viducasses in Gallia Lugudunensis an der Strasse zwischen Noviodunum (Jublains, dép. de la Mayenne) und Augustodurum (Bayeux); höchst wahrscheinlich die bedeutenden Ruinen bei Vieux an der Orne, südlich von Caen (dép. Calvados). Unter anderem ist dort der berühmte Stein von Torigny gefunden worden; vgl. Desjardins Géogr. de la Gaule III 197ff. pl. VII-IX. Bei Ptolemaios II 8, 2 dürfte mit C. Müller zu lesen sein Βιδουκασίων Ἀρηγενούα unter Weglassung von ποταμοῦ ἐκβολαί (die andern Hss. Ἀριγένους, Ἀργένους oder Ἀριγένους ποταμοῦ ἐκβολαί; vgl. die Anmerk. von C. Müller). Ptolemaios meint wohl die Stadt, nicht den gleichnamigen Fluss, dessen Name sich in Argenou erhalten hat. Aber es ist schwer glaublich, dass, wie C. Müller vermutet, Ἀρηγενούα identisch sein soll mit Reginea (oder Reginca) der peutingerschen Tafel, nicht mit Araegenue. Für die Annahme, dass ein Irrtum des Ptolemaios vorliege, spricht allerdings der Umstand, dass Vieux 22 Km. von der Küste entfernt liegt, während Ptolemaios die Küstengegend beschreibt; vgl. Desjardins Géogr. de la Gaule I 141. 337ff. II 492; Table de Peut. 23.

[Ihm.]