RE:Arisbe 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 847–848
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3) Arisbe und Arisba, Eponymen bald der troïschen bald der lesbischen Stadt gleichen Namens:

a) der troïschen: α. Kephalos (frg. 5 bei Steph. Byz. s. Ἀρίσβη, FHG III 70) nennt sie eine Tochter des in Troas einwandernden Kreters Teukros, Gattin des zuwandernden Dardanos, ebenso Lykophron 1307 mit Tzetzes v. 1306, der Erichthonios als beider Sohn nennt, Eust. Il. XII 96 p. 894, 30f. Et. M. s. Ἀρίσβα. – β. Nach Apollod. III 12, 5: Tochter des Merops (von Perkote), Gattin des Hyrtakos (dessen Sohn Il. XII 96f. von A. am Selleeis kommt, und der selbst nach Il. II 837f. ausser Perkote u. a. Arisba beherrscht, also der troïsche), an diesen überlassen von Priamos, als dessen erste Gattin sie den Aisakos gebar und Schwiegermutter der Kebrentochter Asterope wurde. A., Priamos und der Sohn Aisakos erscheinen auch bei Euphorion (frg. 150 Meineke aus Serv. Aen. II 321. Eustath. Il. XII 96 p. 894, 33f. und das jüngere Schol. Aen. IX 262 nennen diese Meropstochter erste Gattin des Alexandros (Paris) und verschmelzen sie (statt mit A. a α, von der sie sogar streng geschieden wird) als ‚Makars [848] oder Merops Tochter‘ mit A. b. –

b) Die Eponyme der lesbischen Stadt ist Tochter des Makar (Schol. Aen. a. O. Macareus, s. d.). Heyne (zu Vergil. Aen. IX 264) hat sogar um jener Verwechselung willen die Meropstochter (a β) der lesbischen Stadt zugewiesen. Auch bei Steph. Byz. (aus Demetrios Skeps. frg. 20 Gaede) steht, aus Ephoros (frg. 21, FHG I 238f.) citiert, die troïsche Meropstochter und Alexandrosgattin zwischen einer doppelten Erwähnung gerade der lesbischen Stadt, weswegen schon Marx (bei C. Müller FHG a. O.) dieses Ephorosfragment lieber aus dieser Umgebung herausheben und zu der bei Steph. Byz. ersterwähnten troïschen Stadt hinaufversetzen wollte. Hellanikos (frg. 130 aus Steph. Byz. a. O.) und der eine Gewährsmann des Tzetz. Lyk. 1306 nennen die A. a α) vielmehr Bateia (s. d.).