RE:Aristokles 22

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 937
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22) Erzgiesser aus Sikyon, Bruder des Kanachos und kaum weniger berühmt als dieser, Paus. VI 9, 1; mit ihm und Hagelaidas von Argos arbeitet er eine Gruppe von drei Musen, in der die Muse mit der Leier sein Werk war, Antipater Sidon. Anth. Pal. XVI 220. Seine Thätigkeit fällt somit spätestens in die zweite Hälfte des 6. Jhdts., s. Robert Arch. Märch. 95f. und unter Kanachos. Die antike Kunstforschung macht ihn zum Ausgangspunkt einer antiken Meisterdiadochie, die durch sieben Generationen fortgesetzt wird und Künstler der verschiedensten Herkunft umfasst, Paus. VI 9, 1–3. Da in ihr an sechster Stelle Sokrates, der Neffe des Pythagoras von Rhegion und Zeitgenosse des Hypatodoros, erscheint, so wird man, falls diese Combination wenigstens in chronologischer Hinsicht zuverlässig sein sollte, genötigt sein, den Beginn der Künstlerlaufbahn des A. in die erste Hälfte des 6. Jhdts. hinaufzurücken.