RE:Arsinoë 24

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 1281
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24) Arsinoë, Gemahlin des Makedoniers Lagos, Mutter des späteren Königs von Ägypten Ptolemaios I. (Porphyr. bei Euseb. chron. I 161f.). Da ihr Sohn König wurde, empfand man später das Bedürfnis, ihn mit dem makedonischen Königshause in verwandtschaftliche Beziehung zu bringen. So erfand man die Legende, A. sei vom König Philippos, dem Vater Alexanders d. Gr., geschwängert und dann dem Lagos zur Ehe überwiesen worden (Curt. IX 33, 22. Paus. I 6, 2. Ps.-Kallisth. ed. Müller III 32). Schon Geier De Ptol. Lag. vita 5–8 hat diese Erfindung als solche erkannt. Vgl. auch U. Köhler S.-Ber. Akad. Berl. 1891, 20ff. Andererseits hat man ihren Stammbaum auf Dionysos und Althaia zurückgeführt (Satyros FHG III 165).