RE:Artabri

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 1301–1302
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Artabri, bei Strabon III 147 vgl. 120. 175 (nach Poseidonios) οἱ τῆς Λυσιτανίας ὕστατοι πρὸς ἄρκτον καὶ δύσιν, 151. 154 vgl. 137 rechnet er sie mit Artemidoros richtiger zu den Keltiberern ὕστατοι δ’ οἰκοῦσιν Ἄρταβροι περὶ τὴν ἄκραν ἢ καλεῖται Νέριον); vgl. dazu Ardobriga. Dieselbe Namensform haben Mela III 13 und Ptolemaios II 6, 21. Bei Plinius erscheint neben dem den griechischen Quellen entlehnten promunturium Artabrum [1302] IV 113 der Name des Volkes in der späteren römischen Form (nach Strabon III 154 οἱ δὲ νῦν τοὺς Ἀρτάβρους Ἀροτρέβας καλοῦσιν IV 111 Arrotrebae und 119 e regione Arrotrebarum promunturi. Der Name des iberischen Volkes, dessen Sitze ursprünglich den ganzen Nordwesten von Callaecia umfasst zu haben scheinen (daher ihm Poseidonios den dortigen Bergbau zuschreibt), verschwindet in späterer Zeit: ἔχουσι δὲ οἱ Ἄρταβροι πόλεις συχνὰς ἐν κόλπῳ συνοικουμένας (Strab. a. a. O.), von denen sich nur wenige nachweisen lassen.