RE:Askordos

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 17001701
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Askordos, nach Liv. XLIV 7, 6 Fluss in der makedonischen Landschaft Pieria, bis zu welchem im J. 169 Q. Marcius Philippus cos. vordrang. Er war einen Tagemarsch von der Stadt Agassa (s. d.) entfernt, deren Lage beim heutigen Παλινέστιανη) (so schreibt Schinas Ὁδοιπορ. Σημειώσεις 208) durch Heuzey Le Mont Olympe 186f. ziemlich sicher nachgewiesen ist, und wird von letzterem, welcher jedoch fälschlich Alcordus schreibt, mit grosser Wahrscheinlichkeit auf den Κρασοπούλι, einen südlichen Zufluss des Haliakmon, [1701] bezogen, womit Desdevises-du-Dezert Géogr. de la Macéd. 40. 301 und Dimitsas Γεωγρ. τ. Μακεδ. I 153 übereinstimmen. Leake North. Greece III 423f. will auch den Namen Acerdos der Tab. Peut. VIII hieherziehen, welcher sich in dieser Form auch beim Geogr. Rav. IV 9. V 12 findet, bei Guido 109 aber Archelos geschrieben ist; da als benachbarte Orte Berrhoia und Arulos (wohl verschrieben für Aloros) erscheinen, ist die Übereinstimmung nicht ausgeschlossen, obwohl Acerdos nicht als Fluss bezeichnet wird.