RE:Berenike 8

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 282
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8) Westlichste Stadt der kyrenaischen Pentapolis, an der äussersten Spitze der grossen Syrte, auf dem Vorgebirge Pseudopenias, etwas westlich vom Flusse Lethon (s. d.) gelegen, benannt nach der Gemahlin des Ptolemaios III. Euergetes, Tochter des Magas (Steph. Byz. Solin. XXVII 54, vgl. Droysen Gesch. d. Hellenism. ΙII 2, 331), früher Euhesperides (s. d.), Euhesperis, Hesperides, Hesperis genannt, einer der Orte, an den die griechische Mythologie die Gärten der Hesperiden versetzte, Stad. mar. magn. (Müller Geogr. gr. min. I) 57. 58 (Βερνικίς). Ptol. Euerg. II bei Athen. II 71 Β (= FHG III 186, 2). Strab. XVII 836. 837. Plin. n. h. V 31 (Solin. XXVII 54. Mart. Cap. § 672). Ptol. IV 4, 4. VIII 15, 3. Serv. Aen. IV 483. Amm. Marc. XXII 16, 4. Steph. Byz. s. Ἑσπερίς. Βερενῖκαι. Itin. Ant. Synes. ep. 58 p. 201. ep. 79 p. 224. Hierokl. (Beronike). Tab. Peut. Geogr. Rav. IIΙ 4. V 6 = Guido 91 (Vernicide). Auch bei Lucan. Phars. IX 524. Sil. Ital. III 249 ist mit Berenicis die Stadt, nicht die Umgegend gemeint. Über den See Tritonis, an dem es nach Strab. XVII 836 lag, s. d. Wie die anderen Städte der Kyrenaika, war B. stark mit Juden bevölkert, die hier ein eigenes πολίτευμα mit Archonten bildeten, CIG 5361. 5362. Iustinian liess die Stadt neu befestigen, Procop. de aedif. VI 2 (Βερνίκη). Bischofsitz Lequien Oriens christianus II 618ff. Jetzt Bengâzi, Barth Wanderungen durch die Küstenländer des Mittelmeers I 382ff.