RE:Capitolini

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 1529
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Capitolini. Als im J. 364 d. St. = 390 v. Chr. zum Andenken an die glückliche Abwendung der Galliergefahr zu Ehren des Iuppiter O. M. ludi Capitolini ({{RE siehe|Ludi Capitolini|s. d.) eingerichtet wurden, gründete man zur Abhaltung dieser Spiele ein collegium ex eis, qui in Capitolio atque arce habitarent [1530] (Liv. V 50, 4. 52, 11), also eine Genossenschaft mit sacraler Bestimmung, errichtet auf localer Grundlage, vielleicht als Vertretung eines — allerdings nicht bezeugten — pagus Capitolinus (Mommsen CIL I p. 206; Ephem. epigr. II p. 129;. St.-R. III 115, 2). Erwähnt werden die C. einige Male in der letzten Zeit der Republik und in augusteischer Zeit, zum Teil in Verbindung mit der verwandten Mercuriales (s. d.): M. Furium Flaccum, equitem Romanum, hominem nequam Capitolini et Mercuriales de collegio ciecerunt Cic. ad Qu. fr. II 5, 2; A. Castricius Myrio. . . mag(ister) colleg(iorum) Luperc(orum) et Capitolinor(um) et Mercurial(ium) et paganor(um) Aventin(ensium) CIL XIV 2105; Clesipus Geganius mag(ister) Capi[t(olinorum)], mag(ister} Luperc(orum) CIL I 805 = X 6488.