RE:Chalkioikos

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2077
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Chalkioikos (Χαλκίοικος), Epiklesis der Athena Poliachos (IGA 79. Ἐφημ. ἀρχ. 1892, 23; Πολιοῦχος Paus. III 17, 2) auf der Akropolis von Sparta, weil der Tempel in altertümlicher Weise mit ehernen Platten ausgeschlagen war (daher auch χαλκόπυλος Eurip. Troad. 1113; χαλκίναος Hesych.). Der Tempel soll von Tyndareos begonnen und erst später durch Gitiadas vollendet sein, der auch das eherne Cultbild der Göttin und den sonstigen bildnerischen Schmuck fertigte, den Paus. III 17, 2—3 beschreibt. Über das Werk des Gitiadas vgl. Welcker Kl. Schrift. III 533ff. Brunn Künstlergesch. I 86. 114. Overbeck Griech. Plast.³ I 124. 232; auf Münzen ist freilich das Cultbild nicht mit Sicherheit nachzuweisen, vgl. Furtwängler in Roschers Myth. Lex. I 691. Erwähnt wird Athena Ch. oder auch Ch. selbständig sehr oft, z. B. Thuc. I 128. 134. Eurip. Hel. 228. 245. Aristoph. Lysistr. 1300. 1321. Lykurg. Leocrat. 128. Polyb. IV 22, 8. Plut. Lykurg. 5; Agis 11. 16 u. öfters. Diod. XI 45. Aelian. v. h. IX 41. Paus. IV 15. 5. X 5, 11. Polyaen. II 15. 31, 3. VIII 51. Liv. XXXV 36 (wo der Tempel selbst Chalcioecon genannt wird). Corn. Nep. Paus. 5. Anon. Laur. 34 = Schöll-Studemund Anecd. II 269. Suid. Apostol. IX 22. Ein Fest zu Ehren der Ch., bei welchem die Jünglinge bewaffnet zum Tempel der Göttin zogen und unter der Mitwirkung der Ephoren Opfer verrichteten, beschreibt Polyb. IV 35; hierher gehören vermutlich die' Ἀθάναια-Spiele IGA 79. Vgl. Sam Wide Lakon. Culte 49. 54ff.