RE:Chliara

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2347
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Chliara (τὰ Χλιαρά von χλιαρός) lauwarm; der Name bezieht sich wohl auf warme Quellen [vgl. den Namen des nahen Γέρμη]), ein Platz mit einem φρούριον an der nördlichen Grenze von Lydien, nach der Partitio Romaniae a. 1202 provincia Adramittii de Chliaris et de Pergamis zwischen Nakrasa und Thyateira. Notit episcopat. III. X. XIII bezeugen einen Bischof wohl für dieses Χλιαρά in der Provincia Asia. Nach Pachymeris II p. 423 zog 1306 der Megadux von Kyzikos über Ἀχυράους Γέρμη Χλιαρά bis Philadelpheia. Zu Anfang des 14. Jhdts. übte ein starkes Erdbeben (fehlt in Schmidts Erdbebenkatalog, Studien über Erdbeben² 157) von Pergamon aus über Χλιαρά, das verheert wurde, ins türkische Gebiet hinein seine Wirkungen. Tomaschek S.-Ber. Akad. Wien CXXIV VIII 96. Ramsay Hist. Geography of Asia Min. 117. 118 und Note*. Kiepert Formae orb. antiq. IX.