RE:Cius

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2624
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Cius, Station (Itin. Ant. 224) und Castell (Not. dign. Or. XXXIX 6 = 14 cuneus equitum Stablesianorum, Cii) an der Donauuferstrasse in Moesia inferior zwischen Carsum (Hirschowa) und Troesmis (Iglitza); jetzt Hassarlik in der Dobrudscha (CIL III p. 1353. Kiepert Formae orbis antiqui XVII), wo sich Reste eines römischen Castells befinden, in denen die Inschrift CIL III 6159 = 7494 (vgl. Gardthausen Herm. XVII 251ff. Mommsen ebd. 322ff. G. Tocilescu Arch.-epigr. Mitt. VI 47ff.) gefunden wurde, in welcher Kaiser Valens seinen Sieg über den Gothenkönig Athanarich im J. 369 (O. Seeck o. Bd. II S. 1934) feiert. Dass der Ort schon früher besetzt war, kann man den beiden Veteraneninschriften CIL III 7495: Iul. Valens, vet. ex ala, ex sing(ulari) und Arch.-epigr. Mitt. XIV 19: [Genio] vici Verc . . . . titiani C. Iulius Vale(n)s, veter. leg. V Maced., mag(ister) vici. v. s. l. m., in denen wohl Verwandte genannt werden, entnehmen. In dem Vicus wohnten auch Einheimische, CIL III 7496. Diese Inschrift zeigt auch die Mischung des römischen und griechischen Einflusses in den kleineren niedermoesischen Lagerorten. W. Tomaschek Die alten Thraker I 52. II 2. 85. Ruggiero Dizion. epigraph. II 267.