RE:Claudius 16

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2668
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16) (Appius) Claudius, baute seiner Tochter Claudia Sabinilla (Nr. 438) ein Haus in oder bei Neapel, wie er selbst in einer metrischen Inschrift berichtet (CIL X 1688 = Bücheler Anthol. II 888). Er bezeichnet sich in derselben als progenies Claudius Appiadum (v. 2), [qui dedit A]eneadum fastis ex ordine consul [nomi]na (v. 1. 2), war demnach Consul ordinarius und führte ohne Zweifel das Praenomen Appius, da sonst bei der grossen Zahl senatorischer Claudii in der späteren Kaiserzeit, welcher die Inschrift angehört, die Fiction der Abstammung von den berühmten Appii Claudii geradezu absurd gewesen wäre. Von dem Cognomen des Mannes ist nur a]nus oder m]nus erhalten; Borghesi (Oeuvres VIII 531) ergänzte Iulia]nus und bezog die Inschrift auf Ap. Claudius Iulianus cos. II 224 (Nr. 193), doch erklärt Bücheler, dass Iulianus nicht zum Metrum passe. Freilich bliebe dann von den Beinamen der Consules ordinarii im 2. und 3. Jhdt n. Chr. nur ein einziger in das Metrum passender übrig: der des Urbanus (schon von Burmann Anthol. II 125 ergänzt) cos. 234, dessen Gentilname unbekannt ist.