RE:Clitumnus 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 57
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Clitumnus. 1) Fluss in Umbrien, bei Spoleto aus einer sehr starken Quelle (anschauliche Schilderung bei Plin. ep. VIII 8; besucht von Caligula, Suet. Cal. 43, und Honorius, Claud. de VI cons. Honor. 506) entspringend, vereinigt sich nach kurzem Laufe durch das Stadtgebiet von Trebiae (daher Schol. Iuven. XII 13 fluvius qui Trevis civitatem Flaminiae interfluit) bei Mevania in den Tinia. An seiner unweit des modernen Örtchens Campello gelegenen Quelle lagen, ausser einem Tempel des C., noch andere kleine Heiligtümer (daher die Station Sacraria im Itin. Hierosol. 613, 4 mp. von Trevi, 8 mp. von Spoletium; nach Plin. ep. VIII 8 gehörte der Ort durch Schenkung des Augustus den Hispellaten); der jetzt sog. Tempio di Clitunno zwischen Campello und Trevi ist der im frühen Mittelalter zur christlichen Kirche umgebaute Rest eines antiken Grabes (s. CIL XI 4817. 4846. 4904. 4920. Holtzinger in Lützows Ztschr. f. bild. Kunst 1881, 313–318. Pila-Carocci Del tempio e fiume C., Rom 1895. Grisar Nuovo bull. di arch. cristiana I 127–146). Häufig gerühmt werden die weissen Stiere, die auf den Weiden des fruchtbaren Thales gezüchtet wurden, Verg. Georg. II 146 mit den Scholien des Serv. und Philarg. Propert. II 19, 25. Sil. Ital. VIII 450. Iuven. XII 13. Stat. silv. I 4, 129. Vib. Sequest. p. 9 Burs. Claudian. de VI cons. Honorii 507. Der Clitumnus lacus bei Isid. orig. XIII 13, 6 ist vielleicht eher ungenauer Ausdruck, als Verwechslung mit dem Clitorius lacus. Vgl. Nissen Rh. Mus. XX 223; Ital. Landesk. 310.