RE:Comidava

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 605–606
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Comidava. ein dakischer Ort, der sich, wie seine Erwähnung bei Ptolem. III 8, 8 Κομίδαυα beweist, noch in die römische Zeit erhalten hat (J. Jung Römer und Romanen in den Donauländern² 114). Kiepert (Formae orbis antiqui XVII) setzt ihn vermutungsweise an der oberen Aluta bei Galt-Héviz an, wo sich wegen der Strassenkreuzung [606] ein wichtiges Castell befand. Dieses lag auf dem linken Alutaufer, bestimmt zur Deckung des Einganges aus dem Homorod- ins Altthal (F. Müller Mitt. der Centralcommission 1859, 106ff. Jung Fasten der Provinz Dacien 138). Unter Septimius Severus stand hier ein Detachement der leg. XIII gem. (CIL III 953, vgl. Jung a. a. O. 58. E. Schultze De legione Rom. XIII gem. 103); auch die ala I Asturum, die bereits an der Eroberung des Landes teilgenommen hatte, hatte eine Zeit lang diese Garnison inne (CIL III 1633, 11 = 8074, 1. Jung a. a. O. 106. Cichorius o. Bd. I S. 1230); die Beziehung von CIL III 955 = 7721 auf die coh. III Commagenorum ist nicht sicher (Jung a. a. O. 116). Beim Lager entstanden canabae (CIL III 951 = 7720. 956). Bemerkenswert ist auch die Auffindung eines Schildbuckels der leg. XV Apollinaris in dieser Gegend, in Halmagen, westlich von Héviz (CIL (III 1640, 2. E. Hübner Arch.-epigr. Mitt. II 105ff.). CIL III p. 179f. 1387f. W. Tomaschek Die alten Thraker II 2, 86.