RE:Cosconius 8

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,2 (1901), Sp. 1669
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8) M. Cosconius. Zum J. 619 = 135 notiert Liv. ep. LVI: M. Cosconius praetor in Thracia cum Scordiscis prospere pugnavit. Durch einen Volksbeschluss von Kyzikos wird Machaon, der Sohn des Asklepiades, geehrt, der u. a. als Gesandter der Stadt πρὸς Μάρκον Κοσκώνιο[ν τὸ]ν ἐμ Μακεδονίᾳ τότε στρατηφόν mit einem Gesuch um Hülfe gegangen war; der Herausgeber Cichorius hat es wahrscheinlich gemacht, dass während des Krieges des Aristonikos 621 = 133 Kyzikos in solche Bedrängnis geriet, dass es sich an den Statthalter der nächsten römischen Provinz wandte, der freilich wenig für die Stadt thun konnte, da er die im Zusammenhang mit jenem Kriege stehenden Bewegungen im Chersonnes niederwerfen musste (S.-Ber. Akad. Berl. 1889, 367 Z. 9f. 370). Die Erstreckung der Statthalterschaft des C. über mehrere Jahre ist trotz Livius wohl anzunehmen, weil dessen ausführlicher Bericht ungeschickt verkürzt ist. Für das Eingreifen des C. in die kleinasiatischen Verhältnisse nach dem Tode Attalos III. lässt sich ausser dem Umstande, dass er der zunächst benachbarte römische Commandant war, auch noch eine Ehreninschrift aus Erythrai geltend machen, die kaum auf einen anderen C. bezogen werden kann: Ὁ δῆμος | Μάρκον Κοσκώνιον Γαίου υἱὸν Ῥωμαῖον | ἀρετῆς ἕνεκεν καὶ εὐνοίας τῆς εἰς ἑαυτόν (Bull. hell. IV 156). - Die beiden inschriftlichen Erwähnungen des C. ergänzen das Bild der Vorgänge im Osten bei dem Heimfall des pergamenischen Reiches an Rom.