RE:Dikon

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 580
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Dikon, Sohn des Kallibrotos aus Kaulonia, siegt zu Olympia im Lauf der Knaben, Paus. VI 3, 11, etwa Ol. 97 = 392 v. Chr.; vgl. G. H. Förster Olymp. Sieger (Progr. Zwickau 1891) nr. 307. Nachdem Kaulonia Ol. 97, 4 von Dionysios zerstört und die Einwohner nach Syrakus verpflanzt worden waren, Diod. XIV 106, wird D. Ol. 99 = 384 v. Chr. bei seinem Siege in Olympia als Syrakusaner ausgerufen, nicht also ἐπὶ χρήμασι, wie bei Paus. a. O. steht; vgl. Förster a. O. In letztgenannter Olympiade siegt D. nach Diod. XV 14. Afric. b. Euseb. I 206 ebenfalls im Lauf. Ausserdem siegte D. fünfmal in den Pythien, dreimal in den Isthmien, viermal in den Nemeen, Paus. a. O. Er war somit dreifacher Periodonike. Von ihm befanden sich seinen drei olympischen Siegen entsprechend drei Standbilder zu Olympia. Auf die Siege des D. bezieht sich das Epigramm von einem unbekannten Dichter, Anth. Pal. XIII 15.