RE:Dimidia sextula

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 647–648
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Dimidia sextula, in der duodecimalen Teilungsrechnung der Römer der zwölfte Teil der Unze = 1/144 des Ganzen (as). Während von den Zwölfteln des As jedes seinen besonderen Namen hatte, gab es bei der Teilung der Unze, ausser semuncia, nur drei benannte Teile, sicilicus = 1/4 sextula = 1/6 und scripulum = 1/24. Das Drittel der Unze wurde durch duae, oder binae sextulae bezeichnet; ähnlich hat Colum. de r. r. V 1 (Metrol. script. II 55, 9) für das Zwölftel duo scripula, gesetzt, während Volus. Maec. distrib. 31. 33 und Spätere d. s. geschrieben haben. Prisc. de fig. numer. 11. Victor. calc. 6, 17f. Friedlein (Bullet. delle scienze matem. IV Nov. [648] 1871), vgl. Metrol. Script. II 24. Tab. cod. Mutin. pr. ebd. 131, 5. Hultsch Metrol.² 1441. 148f. Als Teil des römischen Pfundes wog die d. s. 2,274 g. oder nach altägyptischer Gewichtsnorm 1/4 Kite (vgl. Denarius § 1). Hultsch Metrol. 706; Abh. Gesellsch. d. Wiss. Leipzig, philol.-hist. Cl. XVIII 2 (1898), 65. Aus dem Zeichen der sextula Pauly-Wissowa I,2, 1619 b10.jpg wurde für die d. s. die durchstochene Form Pauly-Wissowa V,1 0646 b.jpg gebildet. Maec. distrib. 31. Tab. cod. Bern. Metrol. Script. II 128, 7, vgl. ebd. p. XXI. Tab. cod. Gud. ebd. 130, 7, Hultsch Metrol. 147. Indem dieses Zeichen eine mehr liegende Gestalt erhielt, wurde es einem Ψ ähnlich, Victor, calc. a. a. O. 7, 45. 8, 45 u. s. f. Tab. cod. Mutin. pr. Metrol. script. II 131, 5.