RE:Dionysios 164

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 1001
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164) Maler aus Kolophon, Zeitgenosse des Polygnot (Ol. 80), war diesem in Sorgfalt, Typenwahl, Gewandbehandlung, Darstellung des Cha¬rakters und der Leidenschaften ähnlich; nur die Erhabenheit fehlte ihm (πλὴν τοῦ μεγέθους, Aelian. v. h. IV 3, vgl. Arist. poet. 2). Mit Kimon von Kleonai (s. d.) war er nach einem Epigramme des Simonides (frg. 162 Bgk.) bei der malerischen Ausschmückung einer monumentalen Thüre thätig. Plutarch Timol. 36 nennt seine Werke gezwungen und mühsam. Nach Frontos Angabe ad Verum 1, dass man von ihm nicht inlustria erwarten dürfe, scheint er dunkle Farbentöne bevorzugt zu haben. Vgl. H. Brunn Gesch. der griech. Künstl. II 48f.