RE:Eleusynios

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 23422343
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Eleusynios (nicht Eleusinios), Kalendermonat einiger dorischer Gemeinden auf den südlichen Inseln [2343] des Aegaeischen Meeres. 1. Auf Thera zweimal im Testament der Epikteta (IG XII 3, 330, 39. 70) genannt. Wie Latyschew gesehen hat, folgt er hier unmittelbar auf den Diosthyos und geht dem Delphinios voran. Die Jahreszeit ist nicht zu bestimmen (s. unter Diosthyos). 2. Zu Olus auf Kreta, Dittenberger Syll.² 514, 8. CIG 2554, 9. 3. Zu Biannos auf Kreta, Le Bas-Waddington Inscr. III 77, 39, wo Latyschews Ergänzung μηνὸς Ἐλε[υσυνίω] mindestens große Wahrscheinlichkeit hat. Die Orthographie des Namens steht durch die Übereinstimmung zweier genau gelesener Texte fest; wenn CIG 2554, 9 Ἐλευσινίω hat, so bedeutet dies bei der schlechten Beschaffenheit der Abschrift nichts; trotz dieser abweichenden Orthographie aber dürfte Hermanns Ableitung des Namens von dem bekanntlich auch in dorischen Staaten nachweisbaren Kult der Demeter Eleusinia den Vorzug verdienen; wenn Homolle zu der oluntischen Inschrift lieber an die Eileithyia denken will, so fände auf diese Weise der Name allerdings ein Analogon an dem tenischen Eleithyaion (s. d. Nr. 2), und auch das ευ der zweiten Silbe machte keine Schwierigkeit, vgl. Dittenberger Syll.² 252, 2. Aber ich wüßte nicht, wie man dann die Ableitung auf -ύνιος rechtfertigen wollte. Vgl. E. Bischoff Leipziger Studien VII 367. 385, 7. 10.