RE:Euboia 4

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VI,1 (1907), Sp. 857–858
Euboia (Tochter des Asopos) in der Wikipedia
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4) Eponyme Heroine der Insel Euboia. Wenn Meineke recht hätte, so würde schon der hesiodische Aigimios gelegentlich der Erwähnung der euböischen Iosage (frg. 3 Ki. aus Steph. Byz. s. Ἀβαντίς) E.s Namen von ihr abgeleitet haben; aber seine Heilung des verbauten Verses ist gewaltsam im Vergleich zu derjenigen G. Hermanns. So ist [858] sie erst bei Aristoteles (frg. 105 bei Strab. X 445, FHG II 141) zuverlässig bezeugt (ἡρωΐνη). Skymnos v. Chios 570. Eustath. Hom. Il. II 536 p. 278, 30f. kennt sie als Tochter des (boiotischen) Asopos, Steph. Byz. s. v. ohne Erwähnung des Vaters; der Zusatz Ἡρόδοτος bezieht sich nicht (wie Meinekes Note glauben macht) auf dieses Ἐ. ἀπὸ Εὐβοίας. Ob Nonnos (Dionys. XLII 411) die Insel παρθενική mit Bezug auf E. nennt, oder aus anderen Gründen, ist nicht ersichtlich. Hesych. Die Übertragung der Heroine E. von der argolischen Ebene auf die Insel ist sichtlich im Anschluß an die Übertragung der Iosage geschehen. Nicht von ihr zu trennen ist offenbar die Amme der Hera bei Plut. qu. conv. III 9, 2 (in einem Ammenverzeichnis) und Etym. M. p. 388, 56, wo die Erziehung der Hera in Boiotien ausdrücklich angegeben ist.