RE:Gamaliel 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VII,1 (1910), Sp. 690
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3) Patriarch der Juden, stand bei Kaiser Theodosius in solcher Gunst, daß dieser den Consular Hesychios hinrichten ließ, weil er, mit G. verfeindet, durch einen Verrat von dessen Schreiber sich seiner Papiere bemächtigt hatte (Hieron. ep. 57, 3 = Migne L. 22, 570). Ihm wurde auch die Titularwürde eines Praefectus praetorio verliehen, aber als er sich Übergriffe gegen die Christen erlaubte, im J. 415 wieder entzogen (Cod. Theod. XVI 8, 22). Er scheint als medizinischer Schriftsteller tätig gewesen zu sein, da ein Rezept ihm zugeschrieben wird (Marcell. de med. 23, 77). Sein Sohn besuchte in Antiochia die Schule des Libanios (Liban. ep. 1018). An ihn in den J. 388–393 gerichtet Liban. ep. 832. 835. 892. 893. 1004. 1017. 1018. 1025. Seeck Die Briefe des Libanius 162.