RE:Gordios 7

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VII,2 (1912), Sp. 1593
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7) Gordios, vornehmer Kappadoker, ermordet etwa 111 v. Chr. den König Ariarathes VI., angeblich auf Veranlassung des Mithradates Eupator von Pontos, bei dem er Zuflucht findet; vgl. Iustin. XXXVIII 1. Später verlangt Mithradates von dem Sohn des Ermordeten, Ariarathes VII., die Rückberufung des G. Die Verweigerung führt zum Konflikt, Mithradates tötet Ariarathes angesichts beider Heere, und ernennt einen seiner eigenen Söhne unter Vormundschaft des G. zum König, 99 v. Chr. Als später Nikomedes von Bithynien einen Prätendenten dagegen aufstellt, soll G. in Rom beweisen, daß der Sohn des Mithradates ein echter Ariarathide sei, doch er erleidet einen Mißerfolg; a. a. O. c. 2. Viele Kappadoker hatten in Rom sich G. als Herrscher erbeten, a. a. O. c. 5, 9, sie erhielten aber den Ariobarzanes. Durch G. veranlaßt Mithradates den Tigranes, Ariobarzanes zu vertreiben, 93 v. Chr. a. a. O. 3, 2; vgl. 5, 8. Im Jahr darauf wird der als Regent eingesetzte G. von Sulla wieder verjagt, Plut. Sulla 5. Im Kriege gegen Murena, 82 v. Chr., kommandiert G. ein Heer des Mithradates, Appian. Mithr. 65; vgl. Th. Reinach Mithradates (deutsche Ausgabe) 81. 90ff. 97f. 299.