RE:Hippos 5

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VIII,2 (1913), Sp. 1914
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5) Ἵππος ὄρος, nach Ptolem. VI 7, 2 ein Vorgebirge im nördlichen Teile der Westküste Arabiens am Roten Meere (mit den Maßen 66° 50′, var. 66° 30′ und 27° 20′). Damit sind gemeint die über 1900 m hohen Gebirge, ‚landeinwärts von Rās Maʿarāš‘ (Sprenger Die alte Geographie Arabiens 1875, 23f.) bei Muwailiḥa (Muëlle, 27° 41′ nördlicher Breite, 35° 28′ östlicher Länge). ‚Für den ägyptischen Seemann waren sie eine wichtige Landmarke: wenn er nach Muwailiḥa wollte, mußte er bei ihrem Anblicke weiter links, und wollte er nach Ḍabba, so mußte er weiter rechts steuern‘ (Sprenger 24). Unmittelbar darauf nennt Ptolemaios die Ἵππος κώμη (mit den Maßen 67° und 26° 40′, var. 26° 20′). Auch hier hat Sprenger wohl das Richtige gesehen, wenn er vermutet, ‚daß der Berichterstatter des Ptolemaios Dābba, welches ‚Lasttier‘, ‚Pferd‘ heißt, statt Ḍabba, Eidechse, verstanden habe; Ḍabba … ist nämlich der erste Hafen südlich von diesem Gebirge und entspricht Hippos kome.‘ Dabba liegt unter 27° 21′ nördlicher Breite und 35° 43′ östlicher Länge. Die beiden von Ptolemaios genannten Örtlichkeiten gehörten zum Lande der Thamyditae (der Tamud des Korān; vgl. Egra Nr. 2); das heutige Muëlle und Dabba (Siba) liegt im Ogbagebiete.