RE:Iulius 77

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band X,1 (1918), Sp. 166–167
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77) C. Iulius Apronius Maenius Pius Salamallianus war Statthalter in Numidien (CIL VIII 17639. 18270) im 3. Jhdt. Zu einem genauem Zeitansatz seiner Statthalterschaft gelangen wir, wenn wir eine im Journ. hell. stud. 1900, XX 162 publizierte Inschrift eines Meilensteines an der Straße nach Vezir Keupru (am Pontus) aus dem J. 222 n. Chr., der unter Alexander Severus gesetzt wurde und auf welchem er als Statthalter genannt wird, berücksichtigen. Das auffallende Cognomen Salamallianus erinnert nach Groag (Wiener Stud. XXV 323) an seine orientalische Heimat und ist von den arabischen Worten Salâm-Allâh = Friede Gottes abzuleiten. Die in einer Ehreninschrift aus Lambaesa in Numidien (CIL VIII 18271) genannten Personen – hier unter nr. 1–4 angeführt – waren wohl seine Kinder:

1. L. Iulius Apronius Maenius Avitianus wird in der eben zitierten Inschrift als clarissimus puer [167] bezeichnet, er war Bruder der unter nr. 2–4 angeführten Personen. Das Cognomen Avitianus erklärt Groag (Wiener Stud. XXV 323) dadurch, daß er annimmt, Avitianus habe diesen Bestandteil aus der Nomenklatur der Mutter – Alfena Agrippina Avitiana übernommen.

2. L. Iulius Apronius Maenius Pius, clarissimus puer (in der eben zitierten Inschrift), ein Bruder der unter nr. 1, 3 und 4 angeführten Personen.

3. L. (?) Iulia Apronia Alfena Agrippina. Es ist weder bei ihr noch bei ihrer Schwester (vgl. nr. 4) sicher, ob sie das Praenomen L. geführt hat. Sie wird clarissima puella genannt und war Schwester der unter nr. 1, 2 und 4 erwähnten Personen.

4. L. (?) Iulia Apronia Maenia Salamallias, wird in der zitierten Inschrift als clarissima puella bezeichnet und war Schwester der in nr. 1–3 angeführten Personen. Das Cognomen Salamallias ist wohl nach dem des Vaters Salamallianus gebildet.

[Riba.]