RE:Thyssos

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VI A,1 (1936), Sp. [VI_A,1 756]–[VI_A,1 757]
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Thyssos, in den Hss. meist Θύσσος, nach Herodian. I 208. Arkad. 76 Θυσσός, Stadt an der Westküste der chalkidischen Halbinsel Akte, zuerst Herodot. VII 22, dann in den Tributlisten des Delisch-attischen Bundes IG III 1 (ed. min.) nr. 193-218 von 452-25 v. Chr. Thuk. IV 109 nennt T., wie Herodian und die folgenden Zeugen, mit anderen Städten der Halbinsel, wobei jedoch Zahl und Reihenfolge mehrfach schwanken; er betont die starke Beimischung von Urbewohnern in allen diesen Städten, s. Kleonai Nr. 4 o. Bd. XI S. 729. Nach Thuk. V 35 wurde die noch mit Athen verbündete Stadt 421 von den Chalkidiern (?) eingenommen, vgl. dazu die textkritischen Bemerkungen von Poppo und Classen sowie Busolt GG III 2, 1195, 4. 1211, 5. Spätere Zeugen Skyl. 66 Θυσσὸς Ἑλληνίς. Strab. [757] VII 331 frg. 33 (5 Städte. wie bei Thuk.) Plin. n. h. IV 37. Inschriften und Münzen von T. sind nicht bekannt, auch sind Ruinen nicht sicher nachgewiesen. Der Ansatz von Leake N. Greece III 152 bei den Klöstern Dochiari und Zographu ist nur eine, in allen Handbüchern wiederholte Vermutung, so auch bei M. Demitsas Ἡ Μακεδονία 618. Doch ist T. wohl in der Mitte der Westküste von Akte zu suchen, Kiepert FOA XVI.