RE:Timotheos 21

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VI A,2 (1937), Sp. [VI_A,2 1354]
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21) Timotheos I., Bischof von Alexandrien, vier Jahre Bischof, Nachfolger seines Bruders Petros I. Da am 20. Juli 385 gestorben, muß er 381 inthronisiert worden sein, wenngleich sein Vorgänger schon 380 starb (vgl. Historia acephala 19 ed. Frommen Diss. phil. Münster 1914, 85. Sokr. hist. eccl. IV 37, 2. Sozom. hist. eccl. VIII 7, 3. Theophilos Bd. V A S. 2149 Nr. 18). Nimmt 381 an der ökumenischen Synode in Konstantinopel teil; sein Einspruch veranlaßt Gregor von Nazianz, den Thronos von Konstantinopel zu verlassen. T. setzt sich für Maximus ein. Sein kurzer Episkopat gestattete ihm doch, gerade in Konstantinopel die Unabhängigkeit des alexandrinischen Stuhls zu verteidigen (Karl Müller Festgabe für Adolf Jülicher 190ff., vor allem E. Caspar Gesch. d. Papsttums I 235ff.).

Schriften: 1. Responsa Canonica, Migne G. XXXIII 1295. Neu herausgegeben. Pitra Iuris eccles. graec. hist. et monum. I 630ff. Syrisch von Schulthess Abh. Akad. Göttingen, N. F. 10, 2 S. 153ff.

2. Brief an Diodor von Tarsus, lat. bei Facundus pro defens. IV 2, Migne L. LXVII 613 C.
3. über eine Schrift über die Wunder des hl. Menas vgl. Bardenhewer III 104.
4. Predigt: in te virginem Mariam et in salutationem Elisabeth, armenisch erhalten, publiziert in: Oriens christ., N. S. 2 (1912) 227ff.
5. Rede zur Einweihung der Pachomius-Kirche in Sbu, hrsg. Le Muséon Revue des études orientales XLII (1934) 13ff.

Über seine angebliche Autorschaft der historia monachorum vgl. Butler The Lansiac history of Pallad. I 277. Zur Geschichte des T. vgl. Dictionary of christian biography IV 1029 und Rauschen Jahrb. d. christl. Kirche unter dem Kaiser Theodosius d. Gr., die Jahre 381ff. Bardenhewer Gesch. d. altkirchl. Lit. III 104.