Schart euch eng am Ehrentage

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Rudolf Lavant
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Schart euch eng am Ehrentage
Untertitel:
aus: Eichenlaub und Fichtenreis
Herausgeber: Wilhelm Achilles
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1901
Verlag: Eutritzsch Verlag von Wilhelm Achilles.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons,
S. 24–25
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[24]

18. (1888.)

     Mel.: Strömt herbei, ihr Völkerscharen etc.

     1. Schart euch eng am Ehrentage, den sich schlichte Treue schuf! An des Saales Wölbung schlage hundertfach der Jubelruf! Freudig soll der Becher schäumen, Lohn für alle Müh’ und Pein – über Hoffen, über Träumen wuchs und blühte der Verein!

     2. Was wir, mutig und besonnen, nicht in blindem Sturm und Drang, einst vertrauensvoll begonnen, wenn auch langsam – es gelang. Nicht ein stetes Vorwärtsschreiten war’s zum Ziel, das vor uns liegt – über schweren Druck der Zeiten hat die Treue obgesiegt.

[25]

     3. Einundzwanzig lange Jahre haben wir es durchgeführt, haben still die wunderbare, schöne Herzensglut geschürt. Ernste vielerprobte Lehren waren Leitstern unserm Thun – selbst auf reichen Siegerehren wagten nie wir auszuruhn.

     4. Immer war der Eintracht Walten Zügel auch der raschen Kraft; sie nur kann zusammenzuhalten, was der reinste Eifer schafft. Was uns immer widerfahren – Brudermilde ward geübt, und in all den langen Jahren ward der Friede nie getrübt.

     5. Manchen, den wir trauernd missen, der sein Bestes uns gebracht, hat aus unserm Kreis gerissen des Geschickes blinde Macht. Doch es konnte nimmer glücken ihr, zu brechen unser Haus: Alle Breschen, alle Lücken füllten junge Kämpfer aus.

     6. Immer war’s ein frohes Treiben, ohne Rast und ohne Hast – möge so es ferner bleiben, lockend für den flücht’gen Gast! Mögen rüstige Genossen füllen unsrer Halle Raum – mögst du immer neue Sprossen treiben, junger Eichenbaum!

     7. Manches, was da prunkt und flittert, ist im Grunde leerer Dunst – haltet treu und unzersplittert zu der schlichten deutschen Kunst, daß gedrängt die Jungen stehen um der alten Gründer Rest, wenn in Jahren wir begehen unser schönes Silberfest!