Seite:Über den Unfug, welcher gewöhnlich bey dem Aufstrich der Güter in den Gemeindhäusern der Dörfer getrieben zu werden pflegt.pdf/16

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wünschenswehrten Verhältnisse. Wo will das endlich hinaus? Dabey laufen endlich

 c) die Capitalisten auch keine geringe Gefahr, wenn sie auf solche übermäßig theuer erstrichene Güter Gelder leihen. Die verpflichteten Güterschätzer können mit gutem Gewissen den hohen Preis annehmen; denn das Gut hat wirklich so viel gegolten. Freylich nimmt man den Ansatz des zu lehnenden Capitals nur auf den dritten Theil des Wehrts, welchen das Unterpfand hat; allein wie oft geschah es schon, daß Güter um 2/3 zu theuer, gestrichen wurden? Und kann nicht wohl die Zeit kommen, wie wir sie wirklich an vielen Orten mit den Weinbergen haben, daß die Güter in ihrem seitherigen Preise fallen? Wissen unsere Alten nicht, in welchem Wehrte sie ehemahls standen?

 Ich will herzlich wünschen, daß ich zu ängstlich besorgt scheine, und will gerne Unrecht haben, wenn ich mit Gründen zu widerlegen bin.

 Zu meiner wahren Herzens-Freude vernehme ich indessen: daß bereits hie und da das Trinken bey öffentlichen Aufstrichen verboten worden sey. Gott segne die Urheber einer solchen Veranstaltung! Sie wird grossen