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Liste.png Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus

orsr) ja welchem eine Henne ein Ey mit zweenen Dottern geleget. Da^ 1281. den i. Junius schon Erdbeere, Kirschen und Erbsen sind verkauft worden. Daß König Rudolph für seinen Papagey zu Ba-ßel einen Käffig habe machen lassen etc. Sollten sie wohl jene so wundervolle und seltene Begebenheit nicht auch ihren Jahrsschriften eingetragen haben? auf eine so merkwürdige Sache sollten sie vergessen haben ? diesen Fehler sollte erst nach zwey hundert Jahren der Fleiß der Geschichtschreiber ersetzet haben? das Stillschweigen der Geschichtschreiber selbiger, und der näheren Zeiten saget uns also, daß die Geschichte eine Fabel sey. Das Gemähl--e, welches zu Hamel gezeiget wird, beweiset die Wahrheit dieses Zufalls auch nicht. Dergleichen Gattung des Beweises muß durch andere Gründe unterstützet werden (wie es Cyprianus in der Dissertation äe ?i<ttura rette vericaris lehret) mangeln diese, so ver-liehrt das Gemählde alle Stärke eines Beweises. Nur jene mögen das Gemählde zu Hamel als einen gründlichen Beweis ansehen, welche vreleicht wegen der Bildniß in dem Pallaft des Doge zu Venedig, und zu Rom bei dem Eingänge der Peterskirche überzeu-get sind, das Alexander m. den Kaiser Friedrich Barbarossa mit Füßen auf den Kopf getreten sey. Jene können es glauben ( und ich verüble es ihnen nicht) welche nach dem Gemählde zu Augs-durg, so die von einer Hexe überwundene Hunnen vorstellet, da-sürhalten, daß das hunnische Kriegsheer von einer Hexe wirklich überwunden, und in die Flucht gejaget worden sey. Dergleichen leichtgläubige Helden beneide ich ihres Glaubens nicht. Sie mögen immerhin auch den Auszug der Kinder von Hamel für eine der größten Wahrheiten halten. Sie werden bei unfern Zeiten keine Ketzerey mehr stiften.

Es ist wahrscheinlicher, daß diejenigen die sächsische Sprache in Ungarn gebracht haben, welche unter dem ungarischen Könige n

Empfohlene Zitierweise:

Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus. , Augsburg 1768, Seite 132. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Abhandlung_des_Daseyns_der_Gespenster.djvu/132&oldid=2866289 (Version vom 1.8.2016)