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Liste.png Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus

(W o M auf dem Wasser, oder anderswo angeleget, und die giftigen Aus-ünitungen in böse Geister und Teufeln verwandelt haben, c) Unsere Zeiten glauben nicht mehr, daß, so oft ein giftige Ausdünstung einen Bergmann ersticken thut, derselbe in einem Duell mit einem Bergmännlein geblieben seye, oder wenn die eingedrankte Luft ein Bergwerk eingestürzet, selbes ein Unternehmen eines erzürnten Berggeistes sey. Aber diejenigen Gelehrten, welche sich gerühmet, 8pirirus familiäres, dienstbare Geister zu haben, lachet man bei unfern Zeiten aus, 6) und man halt dafür, daß der Vernunftsstab derjenigen, die ihre Wirklichkeit, und das Ausbrütten und Zeitigung der Alraun vertheidigen, nicht größer als ein Hahnensteuermark weis man, daß an dieser Krankheit, und an der Lähmung ( man halt diese nicht mehr für eine Zauberen, oder für eine Rache des Berggeistes) die Her-ren der Gruben zu ihrem Schaden alljährlich ein Menge von Arbeitern verliehren. Der gelehrte Herr von Harn in seinen gelehrten Schriften handelt ebenfalls von dieser Krankheit, und ordnet gegen selbe Fette, Speck, Butter, und giebt sehr dien-same Mitteln an die Hand.

c) Schon die Alten haben den giftigen Dunst für eine besondere Art der Dämonen gehalten ; daher sie solche in die Bergwerke und kiesen Erdenbchaltnistc verwiesen. Mit der Zeit haben sie ein besonder Reich daselbst erdichtet, wovon Pluto Maitre en 8ouversin war, dem sie, damit er nicht alle!n Haushalten dürste, zugleich auch eine Frau, die Proserpina, zugedichtet, und damit ja keine Schätze aus dem un, terirrdischen Reiche entzogen wurden, müßten die Geister als schwarze Hunde alle . Schatze hüten und bewachen.

ö) Sokrates, Plotiuus, Thomas Campanclla, Hieronymus Cardanus, Picus Miran-dula, Hermolaus und andere haben sich einen Schandfleck angchangen, da sie Vorgaben, einen 8piritum familiärem zu haben, damit man glauben sollte, daß alles, was sie sagten, schrieben und lehrten, etwas mehr, als was menschliches seye. Man lese hierüber Christians Wagners Oill’ert. <le Tru6itis 8pirituum ksmilin-rium ulu fulpetstis §. zr. und (aratiaoum Hlclipsnum 6e fuzrerckitione erurlitn lol. 89’ ’ * O

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Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus. , Augsburg 1768, Seite 172. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Abhandlung_des_Daseyns_der_Gespenster.djvu/172&oldid=2866346 (Version vom 1.8.2016)