Seite:Album der Sächsischen Industrie Band 2.pdf/113

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

derselben. Diese Mittelwelle zeigte bei unseren verschiedenen Besuchen in der Fabrik sowohl beim Schmieden, als auch auf der Drehbank eine große Zähigkeit und Reinheit des Materials, so daß wir das Beste von ihrem Gebrauch erwarten.

Die Sächsische Gußstahlfabrik leistet für dies ihr Fabrikat zehn Jahre Garantie; mehr noch als diese zehnjährige Garantie bürgen uns jedoch für Stärke und Zähigkeit der gelieferten Welle die Proben gegen Stoß und Druck, die mit Achsen aus ähnlichem Material vermittelst geeigneter Vorrichtungen in der Fabrik selbst vor technischen Autoritäten vorgenommen wurden, und deren Resultate ergeben haben, daß das Product dieses jungen Etablissements dem der renommirtesten Gußstahlfabriken zur Seite zu stellen ist.      Dresden, den 20. März 1858.

Die Direction der Sächsischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft.
Leopold Reichelt.“

In Bezug auf ihre Bergböhrer erhielt das Etablissement folgendes ehrenvolle Zeugniß:

„Auf Grund mehrerer bei den Königlichen Steinkohlenwerken mit Bergbohrern aus der Sächsischen Gußstahlfabrik in Döhlen und von dergleichen aus Steiermärkischem Stahl ausgeführter vergleichender Versuche wird hiermit bescheinigt, daß der Gußstahl aus der Sächsischen Gußstahlfabrik in Döhlen bei einem Preise von 20 Thalern pr. Zollcentner gegen den Steiermärkischen Stahl, bei einem Preise von 13 Thalern 18 Sgr. ebenfalls pr. Zollcentner durch geringere Abnutzung und geringere Schmiedekosten für das wenigere Schärfen der Bergbohrer sich als ökonomisch vortheilhaft herausgestellt hat, und daß dieser Vortheil des Gußstahls aus der Sächsischen Gußstahlfabrik gegen Steiermärkischen Stahl, trotz des theuren Ankaufspreises sich bei sehr festem Gesteine noch bedeutender herausstellen muß.      Zaukerode, den 12. Februar 1858.

Die Administration der königlichen Steinkohlenwerke.
Carl Friedrich Schmiedel, Bergmeister.“

Herr Richard Hartmann in Chemnitz sagt in einem unter dem 26. Juli 1858 ausgestellten Zeugniß:

„Es gereicht mir zum besonderen Vergnügen, der Sächsischen Gußstahlfabrik in Döhlen bei Dresden bestätigen zu können, daß deren Fabrikate, als Federn für Locomotiven und Tender, Kolbenstangen u.s.w., welche ich nun schon seit zwei Jahren von derselben beziehe, in Qualité denen der renommirtesten Fabriken vollständig gleichkommen und sich in der genannten Zeit vorzüglich bewährten.“

Ferner besitzt die Fabrik Zeugnisse von der Thodeschen Papierfabrik in Hainsberg,[1] von den Herren Ruston und Co. in Carolinenthal bei Prag[2], über die Vorzüglichkeit ihrer Tragfedern hat die Fabrik unter Anderen auch Atteste von der königlichen Direction der Bergisch-Märkischen Eisenbahn in Elberfeld, von der Reichenberg-Pardubitzer Bahndirection zu Reichenberg, von Herrn J. H. Jungbluth, Waggonbauanstalt in Berlin, von Herrn J. C. Lüders sen. in Görlitz u.s.w. aufzuweisen; über die Güte ihrer Spiralfedern an Puffern sprechen unter Anderen Zeugnisse von den Großherzoglich Badenschen Eisenbahnverwaltungen und von der Direction der Hessischen Ludwigsbahn.

Als besonders interessant ist noch hervorzuheben, daß die großen Stahlplatten, worauf die eiserne Brücke über den Rhein bei Cöln ruht, von diesem Etablissement geliefert wurden.


  1. Dieses lautet: „Hiermit bescheinige ich der Sächsischen Gußstahlfabrik in Döhlen bei Dresden, daß die Thodesche Papierfabrik in Hainsberg bei Dresden seit einiger Zeit ihre gußstählernen Holländer-, Grundwerk- und Haderschneidemesser, so auch Messer für die Wilsonschen Patentpapierschneidemaschinen von genannter Gußstahlfabrik bezieht, und mit sämmtlichen Artikeln ausgezeichnet gut zufrieden ist. Die Messer entsprechen vollkommen ihren diversen Zwecken.“
  2. Dieses Etablissement sagt: „Mit Vergnügen bestätigen wir, daß der von der Sächsischen Gußstahlfabrik in Döhlen bei Dresden seit ihrem Bestehen uns gelieferte Werkzeugstahl und nach gegebenen Zeichnungen gefertigte Maschinentheile, wie Kurbeln, Kolbenstangen, Krummzapfen u.s.w., sowohl in Qualität des Materials, als auch in technischer Richtung allen nur möglichen Anforderungen entsprachen. Wir nehmen um so weniger Anstand, dieses Etablissement allen Consumenten auf das wärmste zu empfehlen, als dessen vorzügliche Leistungen bei billigen Preisen und günstiger Lage des Werkes große Bequemlichkeiten bietet.“
Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Album der Sächsischen Industrie Band 2. Louis Oeser, Neusalza 1856, Seite 107. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Album_der_S%C3%A4chsischen_Industrie_Band_2.pdf/113&oldid=- (Version vom 9.3.2019)