Seite:Album der Sächsischen Industrie Band 2.pdf/159

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die Aufstellung der fünfzigpferdigen Maschine, welche von da bis Juli 1859 zur Wasserwältigung diente, jetzt jedoch gleichzeitig als Fördermaschine gebraucht wird. Die achtpferdige Maschine ist nur noch als Reservemaschine in Thätigkeit.

Zu dem Werke gehören an Gebäuden

ein Schachthaus;
ein Maschinenhaus;
ein Kesselhaus;
ein Zimmerschuppen;
eine Schmiede;
ein Pulverthurm und
ein Wohnhaus für die Beamten, auch das Comptoir enthaltend.

Betriebsdirektor des Werkes ist Herr Freiherr von Beust.

Bei dem Westphalia-Schacht sind fortwährend sechs und fünfzig Leute angestellt, als zwei technische Beamte, zwei Comptoiristen, zwei Maschinisten und acht und vierzig Bergarbeiter (Häuer, Zimmerlinge, Förderleute, Bergschmiede u.s.w.)

Ein Achtel- bis eine Viertelmeile entfernt liegen die Schächte des Lugau-Niederwürschnitzer Steinkohlenbau-Vereins, ferner der Gottes-Segen-Schacht, die Neue Fundgrube, der Rhenania-Einigkeit-Schacht, der Eintracht-Schacht u.s.w.


Der Einigkeit-Schacht


ist Eigenthum des unter dem Namen: Lugauer Bergbau-Gesellschaft Rhenania zusammen getretenen Actienvereins. Der Schacht befindet sich in der Nähe des Bahnhofes und in der Entfernung von fünf Minuten bis zu einer Viertelmeile liegen die Gruben des Lugau-Niederwürschnitzer Kohlenbau-Vereins, der Gottes-Segen-Schacht, der Segen C und D Schacht, der Lugauer Westphalia-Schacht u.s.w.

Dieser Schacht ist ebenfalls im Herbst 1856 in Angriff genommen; die zu demselben gehörigen Gebäude, im Frühjahr 1857 begonnen, wurden theilweise noch im nämlichen Jahr, theilweise auch erst 1858 vollendet. Der Schacht hat eine Gesammttiefe von 367½ Lachter, und es wurde derselbe bis Januar 1859 niedergebracht. – Nach einer Durchteufung von 95 Lachtern Rothliegenden und 6 Lachtern Kohlenformation traf man auf einen Rücken des Grundgebirges (hier Thonschiefer), durch horizontale Strecken wurde indessen von diesem Schachte aus schon nach einigen Monaten das normal abgelagerte Kohlengebirge wieder aufgeschlossen.

Herr Freiherr von Beust leitet auch hier die Arbeiten als Betriebsdirektor. Das Personal beträgt fortwährend vier und sechszig Mann, als zwei technische Beamten, zwei Maschinisten und sechszig Bergarbeiter, als Häuer, Förderleute, Zimmerlinge und Schmiede u.s.w.

An Gebäuden besitzt das Werk

ein Schachtgebäude;
ein Maschinengebäude;
ein Kesselhaus;
ein Zimmerhaus;
eine Schmiede;
einen Pulverthurm und
eine Beamtenwohnung.

An Maschinen besitzt das Werk

Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Album der Sächsischen Industrie Band 2. Louis Oeser, Neusalza 1856, Seite 153. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Album_der_S%C3%A4chsischen_Industrie_Band_2.pdf/159&oldid=- (Version vom 17.1.2018)