Seite:Anmerkungen übers Theater.pdf/108

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Was ist die Schuld, wenn ich meineidig werde?
Und wär ich es, ach lieber Straf und Pein
Als nicht für dich meineidig seyn.

Biron. Das ist eine verhenkerte Ader, die macht Fleisch und Bein zur Gottheit, eine grüne Gans zur Göttin, nichts als Abgötterey, Gott steh uns bey, wir sind alle vom rechten Weg ab.

Dumain in einiger Entfernung.

Long. Durch wen schick ichs ihr – Gesellschaft! fort! (verbirgt sich gleichfalls.)

Biron. Wir spielen versteckens, einer nach dem andern verkriecht sich. Und ich, wie ein Halbgott, sitze hier in meinem Himmel und seh hinab in die Geheimnisse der Thoren. Noch einer! o Himmel! all meine Wünsche sind erfüllt! Dümain auch metamorphosirt, vier Schnepfen auf einer Platte.

Dumain. O göttliche Käthe!

Biron. O elender Hasenfuß!

Dumain. Beym Himmel, ein Wunder der Schönheit!

Biron. Bey der Erde, ihr lügt.

Dum. Ihr goldenes Haar!

Bir. Ein goldgelber Rabe!

Empfohlene Zitierweise:
Jakob Michael Reinhold Lenz: Anmerkungen übers Theater. Weygandsche Buchhandlung, Leipzig 1774, Seite 108. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Anmerkungen_%C3%BCbers_Theater.pdf/108&oldid=- (Version vom 31.7.2018)