Seite:Anmerkungen übers Theater.pdf/99

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Nath. Ein Name für Phöbe, für Luna, für den Mond.

Holof. Der Mond war einen Monat alt als Adam nicht älter war, und hatte es noch nicht zu fünf Wochen gebracht, da Adam schon hundert Jahre zählte. Die Allusion läßt sich auch noch so verändern, der Mond –

Dull. Das ist wahr in der That, die Collusion läßt sich verändern.

Holof. Gott stärke deinen Verstand, ich sage die Allusion läßt sich verändern,

Dull. Und ich sage, die Pollution läßt sich verändern. Denn der Mond ist niemals nicht älter als einen Monat und ich bleibe dabey, es war ein Hirschkalb das die Prinzessin schossen hat.

Holof. Herr Nathanael, wollt ihr ein epitaphium ex tempore hören auf den Tod dieses Thiers, diesem armen Unwissenden zum Besten.

Nathanael. Perge, werthester Herr Holofernes, perge, es wird mir viel Vergnügen verursachen.

Holofernes. Die Wissenschaften zu retten – hm! –

 Epitaphium.
Die schöne Prinzessin schoß und traf
Eines jungen Hirschlein Leben:
Es fiel dahin in schwerem Schlaf

Empfohlene Zitierweise:
Jakob Michael Reinhold Lenz: Anmerkungen übers Theater. Weygandsche Buchhandlung, Leipzig 1774, Seite 99. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Anmerkungen_%C3%BCbers_Theater.pdf/99&oldid=- (Version vom 31.7.2018)