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wonach die Formel für diese Feldspathkrystalle ebenfalls ist. Der wesentlichste Unterschied zwischen den Feldspäthen von Egersund und den von Forchhammer analysirten Feldspathkrystallen besteht darin, daß in ersteren die geringe Menge Eisen als Oxyd, in letzteren aber, nach Forchhammer’s Angabe, als Oxydul enthalten ist.

Die oben erwähnten Vermuthungen Abich’s, welche durch die mitgetheilten Untersuchungen eine Bestätigung erhalten haben dürften, sind:

1) Daß ein constanter Zusammenhang in der Zunahme des specifischen Gewichts der Feldspäthe mit der Zunahme der Kalkerde und Thonerde, bei gleichzeitiger Abnahme der Kieselerde, stattfindet, welches Verhältniß auf eine genetische Abhängigkeit der kieselerdearmen Feldspäthe zu den kieselreichen hinzudeuten scheint.

Während nämlich der glasige oder Natronfeldspath von dem Epomoeo ein spec. Gewicht von 2,597, und der Orthoklas von 2,575 bei einem Gehalte von 66,6 bis 66,7 Proc. Kieselerde und 17 bis 18 Proc. Thonerde und 1,3 Proc. Kalkerde besitzen, zeigen die untersuchten Feldspäthe von Egersund das hohe spec. Gewicht von 2,71 bis 2,72 bei einem Gehalte von 29 bis 30 Proc. Thonerde und 11 bis 12 Proc. Kalkerde.

2) Daß das Kali in den an Kieselerde ärmeren Feldspäthen (welche die vulkanischen Gesteine charakterisiren) von dem Natron und der Kalkerde verdrängt wird, während es in den an Kieselerde reichsten Feldspäthen, welche den entschieden plutonischen Gesteinen angehören, überwiegt.
3) Daß Kali und Natron in die Reihe derjenigen isomorphen Basen gehören, welche sich in den Silicaten niemals abzustoßen scheinen.

Von Hrn. Prof. Keilhau darf man wohl Aufschluß erwarten, in wiefern die geognostischen Verhältnisse, unter

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Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 131. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/142&oldid=- (Version vom 31.7.2018)