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welchen die untersuchten Feldspäthe bei Egersund vorkommen, für die angeführte Vermuthung Abich’s sprechen, daß die an Kieselerde armen Feldspäthe auf eine genetische Abhängigkeit von den an Kieselerde reichen hindeuten.



XII. Untersuchung der Schaalenblende von Raibel in Kärnthen; von Demselben.

Von dem verstorbenen Prof. Ancker in Grätz erhielt ich ein recht charakteristisches Stück der schaaligen Zinkblende von Raibel, mit dem Wunsche, dieses Mineral zu untersuchen, indem er die mehrfach aufgestellte Vermuthung theilte, daß dasselbe eine, von der gewöhnlichen Zinkblende abweichende chemische Zusammensetzung haben dürfte.

Es bildete röthlichgelbe und lederbraune, nierenförmige Parthien, und zum Theil concentrisch schaalige Lagen um Bleiglanzkerne, und war von Schwefelkies und Kalkspath begleitet. Das Mineral ist undurchsichtig und inwendig wachsartig schimmernd. Beim Erhitzen im Kolben decrepitirt es nicht, und giebt Spuren Feuchtigkeit und schweflichter Säure aus; zugleich bildet sich eine geringe Menge eines weißen, flüchtigen, unschmelzbaren Sublimats. Bei dem Erhitzen in einer offnen Glasröhre entwickelt sich schweflichte Säure, und es setzt sich in der Röhre ebenfalls eine Spur eines weißen Sublimats an. Mit Soda auf Kohle giebt das Mineral einen starken Zinkbeschlag, der mit Bleioxyd gemengt ist. Nach dem Befeuchten mit Kobaltsolution und starkem Glühen in der Oxydationsflamme wird Bleioxyd verflüchtigt. Durch Sichern des gepulverten Minerals mittelst des Sichertroges ergab sich, daß auch die anscheinend reinsten Parthien

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Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 132. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/143&oldid=- (Version vom 31.7.2018)