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Chem. Verhältn.
Kali 20,67 0,035 1.
Eisenoxyd 38,20 0,039 1.
Schweflige Säure 41,13 0,103 3.

Obwohl dieses Resultat beweist, daß die Substanz einen Ueberschuß von drittel-schwefligsaurem Eisenoxyd enthielt, erlaubt es doch die Zusammensetzung des Doppelsalzes auszudrücken durch die rohe Formel:

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Um zur rationellen Formel zu gelangen, kann man verschiedentlich conjecturiren. Nimmt man an, das Salz sey eine Verbindung zweier Doppelsalze:

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so setzt man in demselben ein Sulfit voraus, dessen Existenz wenig wahrscheinlich ist, rücksichtlich der Analogie, die zwischen den Verwandtschaften der schwefligen Säure und der Kohlensäure einerseits, und der des Eisenoxyds und der Thonerde andererseits vorhanden ist[1]. Selbst die Bereitungsart dieses Sulfits und die Verwandtschaft des Salzes zur schwefligen Säure widersetzen sich der Annahme dieser Hypothese.

Man kann es auch folgendermaßen zusammengesetzt betrachten:

.

Allein in diesem Fall würde man das Daseyn eines alkalischen Sulfits annehmen, welches man bis jetzt im isolirten Zustand nicht kennt. Diese Verbindung, wenn sie existirte, könnte sich übrigens mit einem Drittel der Säure verbinden, die das halb-schwefligsaure Eisenoxyd abgiebt, selbst bei seiner Berührung mit Wasser.


  1. Nach Hrn. Gougginsperg von Vevay hat die schwefligsaure Thonerde, welche sich aus einer sauren Lösung absetzt, zur Formel:
    .
Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 454. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/465&oldid=- (Version vom 31.7.2018)