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von dem Glanz und Lichtspiel des Diamanten, ob jener nun Feuer oder Wasser heiße, ihnen zuzuschreiben, wie sie z. B. die Furchen der Perlmutter deren irisirenden Glanz mittelst Beugung und Reflexion verursachen. Die Brechung, die bei der Perlmutter wegfällt, wird beim Diamant jedenfalls zur Erhöhung des Phänomens beitragen.



V. Untersuchung einiger Verbindungen des Wismuths, besonders in Rücksicht der Zusammensetzung des Wismuthoxyds; von W. Heintz.

Es möchte wohl keinen einfachen Körper geben, dessen Atomgewicht man so oft ändern zu müssen sich berechtigt geglaubt hat, als das Wismuth. In frühester Zeit nahm man mit Berzelius an, daß das Oxyd aus einem Atom Metall und einem Atom Sauerstoff zusammengesetzt sey, bis Dulong und Petit die specifische Wärme als ein Mittel zur Controle der Atomgewichte der Elemente aufstellten. Hienach mußte das Atomgewicht des Wismuths um die Hälfte erhöht und sein Oxyd aus zwei Atomen Metall und drei Atomen Sauerstoff bestehend gedacht werden. Diese Ansicht herrschte bis zu der Zeit, wo Stromeyer das Wismuthsuperoxyd entdeckte und analysirte. Seine Untersuchung schien zu beweisen, daß darin auf dieselbe Menge Metall Mal so viel Sauerstoff enthalten sey, als Lagerhjelm in dem Oxyde gefunden hatte. Darauf gründend, kehrte Berzelius und alle anderen Chemiker zu der früheren Annahme der Zusammensetzung des Wismuthoxyds zurück, so daß also das Oxyd und das Superoxyd war. Für diese Annahme sprach

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Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 55. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/66&oldid=- (Version vom 31.7.2018)