Seite:Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild.djvu/264

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Und er trägt die süße Beute

50
Jubelnd aus dem Schloß aufs Schiff,

Drunten harren seine Leute,
Stoßen froh vom Felsenriff;
Und die Hörner leis verhallen,
Einsam rings die Wogen schallen.

55
Wie die Sterne matter blinken

In die morgenrothe Fluth,
Sieht sie fern die Berge sinken,
Flammend steigt die hehre Gluth,
Ueber’m Spiegel trunkner Wellen

60
Rauschender die Seegel schwellen.


Monde steigen und sich neigen,
Lieblich weht schon fremde Luft,
Da seh’n sie ein Eiland steigen
Feenhaft aus blauem Duft,

65
Wie ein farb’ger Blumenstreifen –

Meerwärts fremde Vögel schweifen.

Alle faßt ein freud’ges Beben –
Aber dunkler rauscht das Meer,
Schwarze Wetter schwer sich heben,

70
Stille wird es ringsumher,

Und nur freudiger und treuer
Steht der Ritter an dem Steuer.