Seite:Authentische Berechnung was eine Judengemeinde von 26 Haushaltungen jährlich zum Unterhalt ihrer bettelnden Glaubensgenossen beytragen muss.pdf/6

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nach dem mäßigen Anschlag von zehen Kreuzern. Es ist erstaunend, wie nur diese Juden im Stande sind, diese für sie allerdings beträchtliche Summa aufzubringen, da das Don Gratuit an die überzähligen hierbey nicht in Anschlag gebracht ist; wie sie sich ernähren, die obrigkeitlichen Abgaben, und noch dazu den starken Leibzoll im Wirzburgischen und der benachbarten Stadt Schweinfurt entrichten können. Was das Meiste ist, so sind die Ausgaben für den Bettel noch stärker, wenn die Gemeinde weniger zahlreich ist. An der ganzen Sache ist aber die hier berechnete Ausgabe noch nicht das Drückendste. Das äussert sich in der Nothwendigkeit, solche oft Unsaubere, Sieche, Ansteckendkranke in seinem Hause und Zimmer die Essenszeit über zu haben, ihren zudringlichen, oft äusserst unverschämten Forderungen und ihren Klätschereyen bloß gestellt zu seyn, wodurch sie Freunde und Verwandte bey ihrem Herumirren oft hinter einander zu hetzen wissen, um von der Eitelkeit oder Leichtgläubigkeit des einen oder andern Theils Vortheil zu ziehen.

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Manche unter diesen bettelnden Gästen sind Alters und Schwachheit oder Gebrechlichkeit wegen nicht vermögend selbst weiter